Herren 1: Schwacher Start kostet Heimspiel gegen AstroStars Bochum 3

CSG Bulmke – VfL AstroStars Bochum 3 67-76 (12-25, 18-20, 14-12, 23-19)

Im Rückspiel gegen die VfL AstroStars Bochum 3 musste die CSG Bulmke am Sonntag, den 15.03., zu Hause eine 67:76-Niederlage hinnehmen. Nach einem misslungenen Auftakt lief man dem Rückstand über die gesamte Spielzeit hinterher und konnte die Partie trotz einer späten Aufholjagd nicht mehr drehen.

Personell blieb die Lage weiter angespannt. Trainer Szafranski nahm erneut nur an der Seitenlinie Platz und musste mit Deniz Oguz, Jan Schleicher, Sebastian Müller und Hendrik Ohlig auf vier weitere Ausfälle verzichten. Dafür kehrte Christof Kolberg nach Verletzungspause zurück, zudem bestritt Jonas Völker sein drittes Saisonspiel. In der Startformation standen Johann Rockel, Niven Güngör, Daniel Vordonarakis, Christof Kolberg und Dominic Nienaber.

Bereits in der Trainingswoche hatte man sich auf ein intensives Spiel eingestellt. Gegen die abstiegsbedrohten Bochumer sollte vor allem die Defensive und die eigene Körperlichkeit im Fokus stehen. Außerdem wollte Bulmke mit einem dominanten Start verhindern, dass die Gäste überhaupt erst in ihren Rhythmus finden.

Genau das gelang jedoch überhaupt nicht. Die Anfangsphase verlief aus Bulmker Sicht katastrophal. Defensiv war die Mannschaft nicht auf der Höhe, während Bochum treffsicher auftrat und die CSG vorne selbst gute Möglichkeiten ungenutzt ließ. So geriet Bulmke schnell mit 0:11 in Rückstand. Auch eine frühe Auszeit brachte zunächst keine echte Verbesserung. Bochum spielte insgesamt zielstrebiger, schneller und nutzte die Lücken in der Bulmker Verteidigung konsequent aus. Nach zehn Minuten lag die CSG bereits mit 12:25 zurück.

Im zweiten Viertel stabilisierte sich Bulmke zwar etwas, wirklich verkürzen konnte man den Abstand aber nicht. Die Gäste trafen schon in der ersten Halbzeit fünf Dreipunktewürfe, meist aus guten Positionen, und behaupteten dadurch ihre Führung. Bulmke suchte weiter nach seinem Rhythmus und nahm einen 15-Punkte-Rückstand mit in die Pause. (30-45)

Dort machte Trainer Szafranski noch einmal deutlich, dass eine klare Steigerung in der Defensive nötig sei und man sich keinesfalls aufgeben dürfe. Mit mehr Stabilität in der Verteidigung schien eine Aufholjagd grundsätzlich möglich.

Doch auch nach dem Seitenwechsel wollte der Umschwung zunächst nicht gelingen. Im Gegenteil: Bochum baute die Führung zu Beginn des dritten Viertels sogar auf 18 Punkte aus. Immerhin zeigte Bulmke nun Moral, hielt dagegen und ließ zumindest kurz die Hoffnung aufkommen, dass noch etwas gehen könnte. Allerdings schlichen sich weiterhin zu viele Unkonzentriertheiten ein, dazu agierte man im Angriff oft zu ungeduldig. Das junge Bochumer Team konterte clever, spielte aggressiv und ließ die CSG nicht wirklich näher herankommen. Vor dem Schlussviertel betrug der Rückstand noch immer 13 Punkte. (44-57)

Auch im letzten Abschnitt tat sich Bulmke lange schwer, den entscheidenden Lauf zu starten. Vier Minuten vor Schluss lag die CSG noch mit zwölf Punkten hinten, ehe Dominic Nienaber mit neun Punkten in Serie noch einmal für Spannung sorgte und den Rückstand plötzlich auf drei Zähler verkürzte. Kurzzeitig schien das Spiel tatsächlich wieder offen. Doch Bochum hatte die passende Antwort parat und sorgte mit zwei Dreiern in der Schlussphase für die endgültige Entscheidung. (67-76)

Trainer Szafranski ärgerte sich nach der Partie über die verpasste Chance: „Das war unnötig. Wir wussten, dass Bochum heute alles versuchen wird, und haben in der Trainingswoche schon darüber gesprochen, dass sie voll da sein werden. Trotzdem fehlte uns von Beginn an die nötige Spannung und wir sind wieder in Muster aus den Niederlagen zum Saisonstart gefallen. Wir waren zu ungeduldig im Angriff und nicht aggressiv genug in der Defensive. Dazu haben wir wieder nur einen Dreier getroffen, während Bochum hier neunmal erfolgreich war.“

Durch die Niederlage rutscht die CSG in der Tabelle vorerst wieder auf Platz fünf ab. Am kommenden Samstagabend (21.03.) geht es nun auswärts nach Dortmund-Mengede, bevor vor den letzten beiden Spielen noch einmal eine dreiwöchige Osterpause ansteht.

Punkteverteilung (Freiwürfe):
Krasniqi 9 (1-1)
Schlüter 0
Völker 2 (0-2)
Kanczik 10
Hill 3
Güngör 4 (2-2)
Vordonarakis 0
Nienaber 26 (4-7)
Kolberg 9 (7-8)
Rockel 4

Nach oben scrollen