Herren 1: Bulmke dreht 10 Punkte-Rückstand und bleibt ungeschlagen

TSV Bocholt – CSG Bulmke 67:77 (23:13, 13:29, 11:16, 20:19)

Die 1. Herrenmannschaft der CSG Bulmke bleibt in der Landesliga weiterhin ungeschlagen. Beim Aufsteiger TSV Bocholt setzte sich die Mannschaft nach einem schwachen ersten Viertel mit 77:67 durch und feierte damit den vierten Sieg im vierten Saisonspiel. Nach einem zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Rückstand übernahmen die Bulmker zunehmend die Kontrolle über die Partie und erspielten sich im weiteren Verlauf einen Vorsprung von bis zu 19 Punkten.

Dabei waren die personellen Voraussetzungen erneut alles andere als optimal. Zwar kehrte Spielertrainer Stefan Szafranski nach seiner Verletzung in den Kader zurück, doch neben dem urlaubsbedingt fehlenden Deniz Oguz mussten die Gäste außerdem auf Sebastian Müller und den weiterhin verletzten Niven Güngör verzichten. Besonders bitter verlief die Vorbereitung auf die Partie zudem für Jan Schleicher, der sich beim Aufwärmen am Knie verletzte und kurzfristig ausfiel. Hendrik Ohlig übernahm seinen Platz in der ersten Fünf und begann das Spiel gemeinsam mit Johann Rockel, Joris Hill, Endrit Krasniqi und Dominic Nienaber.

Nach einem zunächst ordentlichen Beginn verlor die CSG im ersten Viertel zunehmend den Faden. Zu viele Ballverluste und fehlende Aggressivität in der Verteidigung ermöglichten den Gastgebern einfache Punkte. Bocholt nutzte diese Schwächen und erspielte sich bis zur ersten Viertelpause eine 23:13-Führung.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte die CSG jedoch eine deutliche Leistungssteigerung. Mit mehr Konzentration in der Defensive, einem sichereren Umgang mit dem Ball und einer verbesserten Ballbewegung fanden die Bulmker zunehmend ihren Rhythmus. Ein 12:0-Lauf verwandelte einen Sieben-Punkte-Rückstand in eine Fünf-Punkte-Führung und brachte die Gäste endgültig zurück ins Spiel. Auch offensiv lief es nun deutlich besser: Dominic Nienaber fand nach anfänglichen Schwierigkeiten zunehmend ins Spiel, während der zurückgekehrte Spielertrainer Stefan Szafranski in diesem Viertel drei seiner insgesamt sechs Dreipunktewürfe verwandelte. Gemeinsam erzielten die beiden 18 der 29 Bulmker Punkte im zweiten Viertel und hatten damit entscheidenden Anteil an der Wende. Mit einem starken 29:13 im zweiten Spielabschnitt drehte die CSG die Partie und ging mit einer 42:36-Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bulmke die spielbestimmende Mannschaft. Die Defensive stand nun deutlich stabiler und ließ im dritten Viertel lediglich elf Punkte zu. Gleichzeitig präsentierten sich die Gäste offensiv variabel und bauten ihren Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels auf 58:47 aus.

Zu Beginn des Schlussabschnitts setzte sich die CSG weiter ab und lag zwischenzeitlich mit 19 Punkten in Führung. Zwar gelang Bocholt anschließend noch einmal ein 12:1-Lauf, wodurch der Vorsprung auf acht Punkte zusammenschmolz, doch Bulmke ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Die Gäste behielten in der Schlussphase die nötige Ruhe und brachten den verdienten 77:67-Auswärtserfolg über die Zeit.

„Nach dem ersten Viertel haben wir uns deutlich gesteigert und das Spiel anschließend über weite Strecken kontrolliert. Besonders positiv war, dass wir offensiv wieder sehr variabel gespielt und defensiv als Mannschaft gut zusammengearbeitet haben. Natürlich müssen wir daran arbeiten, von Beginn an konzentrierter und aggressiver aufzutreten. Insgesamt können wir aber zufrieden sein, da wir einmal mehr wichtige Ausfälle kompensieren mussten“, bilanzierte Spielertrainer Stefan Szafranski.

Mit vier Siegen aus den ersten vier Saisonspielen kann die CSG Bulmke auf einen rundum gelungenen Saisonstart zurückblicken. Trotz einer anhaltend angespannten Personalsituation und teilweise deutlicher Rückstände gelang es der Mannschaft bislang immer wieder, Lösungen zu finden und die Spiele für sich zu entscheiden. Gemeinsam mit der BG Dorsten gehören die Bulmker damit zu den einzigen beiden noch ungeschlagenen Mannschaften der Landesliga.

Die nun anstehende Herbstpause kommt der CSG dabei durchaus gelegen. Die spielfreie Zeit soll vor allem genutzt werden, um verletzten und angeschlagenen Spielern die nötige Erholung zu ermöglichen und anschließend möglichst wieder mit einem vollständigen Kader trainieren zu können.

Denn nach der Pause warten auf die Bulmker direkt zwei echte Herausforderungen. Mit dem TSC Münster und Lüdinghausen stehen zwei Mannschaften auf dem Programm, die neben der BG Dorsten zu den wohl stärksten Gegnern der laufenden Saison zählen dürften. Dabei wird sich zeigen, wie die bisherigen Leistungen der CSG gegen die Spitzenteams der Liga einzuordnen sind.

Weiter geht es am Sonntag, den 8. November, um 16.00 Uhr, wenn die CSG Bulmke den TSC Münster zum Heimspiel am Wildenbruchplatz empfängt.

Punkte (Freiwürfe):
Endrit Krasniqi 2
Levin Ince 4 (2/3)
Jan Schlüter n.e.
Joris Hill 2
Stefan Szafranski 21 (3/4)
Jan Schleicher n.e.
Daniel Vordonarakis 8 (1/3)
Dominic Nienaber 20 (2/4)
Elias Bogeljic 6
Johann Rockel 7
Hendrik Ohlig 5
Bünyamin Dilbaz 2

Nach oben scrollen