Herren 1: Knappe Niederlage nach dramatischer Schlussphase in Kaiserau

TVG Kaiserau – CSG Bulmke 87:89 (18:21, 23:25, 21:20, 24:24)

Am Samstag, den 07.03.2026, trat die CSG Bulmke um 20 Uhr auswärts beim TVG Kaiserau an. In einer intensiven und bis zur letzten Sekunde spannenden Partie musste sich Bulmke am Ende knapp mit 87:89 geschlagen geben.

Durch die guten Leistungen der vergangenen Wochen hatte sich die CSG im oberen Tabellenbereich festgesetzt. Die enge Tabellensituation machte vor dem Spiel deutlich, wie wichtig diese Begegnung war: Der Sieger würde sich den alleinigen zweiten Platz sichern, während der Verlierer punktgleich mit weiteren Teams im Bereich der Plätze drei bis fünf landen würde.

Trotz des vorhandenen Selbstvertrauens musste Bulmke erneut mit einer stark ausgedünnten Rotation antreten. Mit Niven Güngör und Christof Kolberg fehlten zwei etatmäßige Starter, zudem fielen Hendrik Ohlig, Sebastian Müller, Joris Hill und Jonas Völker aus. Auch Spielertrainer Stefan Szafranski konnte weiterhin nur von der Seitenlinie coachen. Die verbliebenen acht Spieler hatten jedoch bereits in der Vorwoche gegen Langendreer bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen bestehen können. Die Partie begann für Bulmke mit Deniz Oguz, Johann Rockel, Daniel Vordonarakis, Adrian Kanczik und Dominic Nienaber in der Startformation.

Die Begegnung startete mit hohem Tempo. Beide Teams agierten engagiert, sodass sich von Beginn an ein intensives Spiel entwickelte. Bulmke merkte schnell, dass heute nur eine aggressive Manndeckung zum Erfolg führen würde. Allerdings fehlte den Gästen in einigen Situationen die nötige Ruhe. Früh sammelten gleich drei Starter zwei beziehungsweise drei Fouls, was die Rotation zusätzlich erschwerte. Dennoch blieb Bulmke stabil, auch weil die Bank wichtige Minuten lieferte. Das erste Viertel ging dennoch knapp mit 18:21 an Kaiserau.

Im zweiten Spielabschnitt kam Bulmke zunächst besser ins Spiel und übernahm zwischenzeitlich eine kleine Führung (26:23). Die Partie blieb jedoch ausgeglichen, und beiden Mannschaften war anzumerken, dass Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden würden. Besonders die Foulbelastung bereitete Bulmke weiterhin Probleme. Kurz vor der Pause nutzte Kaiserau eine unkonzentrierte Phase der Gäste zu einem kleinen 6:0-Lauf und drehte das Spiel erneut. Ein letzter Bulmker Korb sorgte jedoch für ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis zur Halbzeit (43:44).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hart umkämpft. Die Führung wechselte mehrfach, ehe sich Kaiserau nach einigen Ballverlusten der CSG erstmals etwas deutlicher absetzen konnte. Unnötige Hektik und ärgerliche Unkonzentriertheiten im Spielaufbau führten zum Zwischenstand von 65:58 für die Gastgeber. Doch Bulmke gab nicht auf. Obwohl in dieser Phase nur vier von zehn Freiwürfen den Weg durch den Ring fanden, kämpfte sich das Team wieder heran und verkürzte bis zum Viertelende auf 63:65.

Im Schlussabschnitt entwickelte sich schließlich ein echter Krimi. Während Kaiserau zunehmend mit den Schiedsrichtern haderte und sich durch Fouls selbst schwächte, blieb Bulmke konzentriert und konnte seine eigenen Foulprobleme etwas stabilisieren. Fünf Minuten vor dem Ende gingen die Gäste sogar mit 80:76 in Führung und schienen auf einem guten Weg zu sein. Doch Kaiserau antwortete sofort mit einem Dreier, und die Schlussphase wurde noch einmal richtig spannend.

In den letzten Minuten fehlte Bulmke jedoch die nötige Treffsicherheit. Einige gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, zudem wurden mehrere Freiwürfe vergeben. Trotzdem lag die CSG in der Schlussminute nur zwei Punkte zurück und bekam rund 20 Sekunden vor dem Ende die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Foul bei einem Dreipunktewurf traf Bulmke die ersten beiden Freiwürfe, der dritte Versuch ging jedoch daneben. Auch der gesicherte Offensivrebound konnte nicht mehr verwertet werden. Kaiserau bekam den Ball zurück und nutzte seine Chance: 1,8 Sekunden vor Schluss erzielten die Gastgeber den Korb zur 89:87-Führung. Bulmke kam nach einer Auszeit noch zu einem letzten Wurf auf die Verlängerung, doch dieser verfehlte sein Ziel.

Trainer Stefan Szafranski ordnete die knappe Niederlage anschließend ein:
„Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewinnen konnten. Trotzdem können wir stolz auf unsere Leistung sein, weil wieder einmal alle geliefert haben. Am Ende waren es ein paar Kleinigkeiten, Unkonzentriertheiten und vielleicht auch etwas fehlendes Glück, die den Unterschied gemacht haben. Die Stimmung in der Mannschaft war trotzdem gut. Jeder hat für den anderen gekämpft, und das Team hat sich die ganze Zeit unterstützt. Schade, dass wir uns für diesen Einsatz nicht belohnen konnten.“

Durch die Niederlage rutscht die CSG vorerst auf Platz fünf, da man im Dreiervergleich mit Gerthe und Langendreer aktuell das Nachsehen hat. Vier Spiele bleiben jedoch noch, um die Saison erfolgreich zu beenden und mindestens Rang drei zu sichern. Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag um 16 Uhr mit einem Heimspiel im Wildenbruch gegen Astro Stars Bochum 3, die aktuell gegen den Abstieg kämpfen und entsprechend motiviert antreten werden.

Punkteverteilung (Freiwürfe):
Oguz 14 (4-6)
Krasniqi 1 (1-2)
Schlüter 13 (1-2)
Kanczik 21 (2-2)
Schleicher 9 (1-4)
Vordonarakis 2 (0-3)
Nienaber 20 (6-8)
Rockel 7 (5-8)


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